In Deutschland ist Wasser ein freies Gut. Wasser sprudelt wie selbstverständlich aus der Leitung und kostet wenig. In Köln zahlt man gerade mal 1,61 € für 1.000 Liter Wasser. Genug um einen Menschen ein Jahr am Leben zu halten. Eigentlich ein unschlagbarer Preis für das wahrscheinlich am besten kontrollierte Trinkwasser der Welt. Dennoch geben die Deutschen viel Geld für Wasser aus der Flasche aus. Warum eigentlich? Es ist vielleicht der größte Marketingerfolg der Nachkriegszeit.
Jeder Deutsche trinkt pro Jahr im Schnitt 156 Liter Mineralwasser. Allein die Firma Gerolsteiner setzte im Jahr 2006 rund 209 Millionen Euro um. Der Liter kostet etwa 80 cent und damit 500 mal so viel wie das streng geprüfte Trinkwasser aus der Leitung. Doch was bringt Menschen dazu mehr Geld für Wasser auszugeben, als für Benzin?
Glaubt man der Werbung hat Wasser eine fast schon magische Wirkung. Belebend soll es wirken und den Köper jung halten. So überlässt Evian gerne Babies die Hauptrolle in ihren Werbespots. Diese springen dann von der magischen Kraft des Wassers angetrieben auf Rollerskates durch das Bild. Und dies alles dank der im Wasser enthaltenen Mineralstoffe. Diese sind zwar auch in Leitungswasser vorhanden, jedoch nur in einer geringeren Dosis. Aber selbst Mineralwasser kann den Tagesbedarf des Körpers an Mineralstoffen bei weitem nicht decken.
Die meisten Mineralstoffe nehmen wir täglich mit der Nahrung auf. Gemüse, Getreide, Fleisch und Fisch enthalten ausreichend Mineralstoffe um unseren Bedarf zu decken. Sollte man dann nicht trotzdem sicherheitshalber Mineralwasser trinken, um auf Nummer Sicher zu gehen? Eine Überdosierung von Mineralstoffen kann unterschiedliche Nebenwirkungen haben und sich negativ auf die Organe auswirken. Warum kaufen viele dennoch lieber das billigste Mineralwasser statt zum Wasserhahn zu greifen?
Die Krönung dieses Marketing-Erfolgs ist das Tafelwasser. Im Gegensatz zum Mineralwasser gibt es hier keine strengen Vorgaben was den Mineralstoffgehalt angeht. Eigentlich handelt es sich hierbei um mit Kohlensäure versetztes Leitungswasser. In einer hübschen Verpackung abgefüllt und mit einer teuren Werbekampagne beworben schafft man es hier wirklich fast kostenloses Wasser für teures Geld dem Kunden zu verkaufen.
Dabei gibt es noch mehr Gründe kein Wasser aus der Flasche zu trinken. Es ist nicht nur billiger, sondern auch besser für die Umwelt. Sowohl die Herstellung, als auch der Transport und die Verpackung belasten die Umwelt. Wässer wie Evian oder San Pellegrino werden aus Europa in die gesamte Welt exportiert. Und das alles für das gute Gewissen etwas für die Gesundheit getan zu haben. Ich bin überzeugt, die Werbung hat hier ganze Arbeit geleistet.
"Seit wir Wasser in Flaschen kaufen, obwohl es billiger und bequemer aus dem Hahn kommt, hat die Werbebranche den Respekt vor uns verloren." - Twitter Fundstück
Die Krönung dieses Marketing-Erfolgs ist das Tafelwasser. Im Gegensatz zum Mineralwasser gibt es hier keine strengen Vorgaben was den Mineralstoffgehalt angeht. Eigentlich handelt es sich hierbei um mit Kohlensäure versetztes Leitungswasser. In einer hübschen Verpackung abgefüllt und mit einer teuren Werbekampagne beworben schafft man es hier wirklich fast kostenloses Wasser für teures Geld dem Kunden zu verkaufen.
Dabei gibt es noch mehr Gründe kein Wasser aus der Flasche zu trinken. Es ist nicht nur billiger, sondern auch besser für die Umwelt. Sowohl die Herstellung, als auch der Transport und die Verpackung belasten die Umwelt. Wässer wie Evian oder San Pellegrino werden aus Europa in die gesamte Welt exportiert. Und das alles für das gute Gewissen etwas für die Gesundheit getan zu haben. Ich bin überzeugt, die Werbung hat hier ganze Arbeit geleistet.
0 comments:
Kommentar veröffentlichen